FRANZISKA MEGERT
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Kurzbiografie
DVDs (Digital Versatile Disc) |
Kurzbiografie:
Geboren in Thun/Schweiz, lebt in Düsseldorf und Bern. Nach Abschluss des Psychologiestudiums an der Universität Bern 1979, Umzug nach Düsseldorf, wo sie an der Kunstakademie die Fächer Foto, Film und Video belegt. Angefangen mit Fotoserien, die aus Überblendungen v.a. von Portraits bestehen, kam sie rasch zum Video, da Prozesse nur über die Zeit erfahrbar gemacht werden können. Gleichzeitig arbeitet sie mit S-8 und 16mm Material. Ab 1981 entstehen Videobänder und ab 1984 Videoskulpturen und -installationen, von 1986-90 Laserkopie-Collagen als Projektentwürfe. 1991 Einbezug des Computers vorerst zur digitalen Bearbeitung der Videobilder, ab 1995 auch zur Erstellung von Computeranimationen und Computergrafiken. Interaktive Installationen projektiert sie ab 2006. Begeistert ist sie von den Videoarbeiten von Peter Campus aus den frühen 70er Jahren, der ebenso wie sie von der Psychologie her zur Kunst kam. Die ersten Arbeiten sind stark von ihrem vorhergehenden Studium geprägt: Es werden gruppendynamische Prozesse visualisiert, intra- und interindividuelle Unterschiede sichtbar gemacht und auch intrapsychische Konflikte thematisiert. Franziska Megerts frühe Arbeiten sind eine Auseinandersetzung mit antagonistischen Tendenzen und Paradoxa auf der Ebene von (v.a. emotionell gefärbten) inter- und intraindividuellen Beziehungsstrukturen und im weiteren Sinne von Kommunikation. Bezüge zur Alltagswelt, zu archetypischen Verhaltensweisen, Denk- und Gefühlsdispositionen und somit auch zu verschiedenen Mythologien werden thematisiert. Meist hat sie diese Inhalte mit dem fragmentierten, dekonstruierten menschlichen Körper dargestellt. Ihre kritische Auseinandersetzungen mit der Malerei aus vergangener Jahrhunderten (in der Computeranimationen bzw. Videoskulpturen HOMMeAGE und Die Engel und die Anderen) wie auch mit der zeitgenössischer Malerei (im Videoband Die Pyromaler, in der Multiprojektion Pyropaintings oder in der Animation The Ultimate Relaunch führen zurück zur Fotografie, in der die abstrakte Malerei untersucht und hinterfragt wird. Ihre seit 2008 entstandenen Arbeiten sind auf Stahl gedruckte fotografierte - von Ge- und Verbrauchsspuren „gezeichneten“ und mehrfach übermalten (restaurierten) - Oberflächen von Eisencontainer bzw. Eisenhüllen. Aus diesen z.T. grossformatigen „Tafelbilder“ entwickelt sie Ideen zur Fassadengestaltung (z.B. Architekturbureau ARB, Bern und Ortner & Ortner, Wien - Berlin - Köln.) Die zeitbasierten Arbeiten bleiben für sie dennoch aktuell. |