FRANZISKA MEGERT

 

 

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Arachne-Vanitas

(2. Teil der Trilogie)

Videoinstallation, 1991
(6 Player, 6 Monitore)

 

Arachne-Vanitas

Kurze Inhaltsbeschreibung:
Auch in der Videoinstallation Arachne-Vanitas geht es um die Paradoxie, um die Gleichzeitigkeit des Anderen; um das, was nicht ist, nie sein wird und immer schon vorhanden war. Mit anderen Worten: Was differenziert nach Vollendung verlangt, reflektiert zugleich seinen potentiellen Untergang.
Der alte Körper und der junge Körper werden zu einem einzigen Körper, der weder alt noch jung ist und dadurch und auch durch die Immaterialität des Videobildes seine Materialität verliert. Das Körperhafte transzendiert ins Immaterielle, wird auf die psychisch-geistige Ebene verschoben, wo sich der Mensch als paradoxes Wesen darstellt: seine Sehnsucht nach und die Furcht vor dem Unbekannten: Ewigkeit und Tod. Beides ist dasselbe und schließt sich gegenseitig aus. Die Vergänglichkeit, die die Ewigkeit sucht und die Ewigkeit, die sich nach der Vergänglichkeit sehnt.
Zahlreiche Mythen und Sagen aus unterschiedlichsten Gegenden und Zeiten schaffen eine dualistische Auffassung vom Wesen der Spinne: Sie ist ein böser Dämon, sie bringt die Pest, wird im Kontext mit dem Tod gesehen, gilt aber selbst als unverletzlich; sie ist zugleich Schöpferin und Schutzgeist, dient als Heilmittel in der Volksmedizin und in einigen Gegenden als Geburtshelferin. Spinnen verwandeln sich in Jungfrauen, gute Feen, in Dämonen und Vampire. Sehr alt ist die Vorstellung der Verwandlung weiblicher Wesen in Spinnen (Arachne).

Arachne: (Lexikon der antiken Mythologie, Reclam Stuttgart 1974) Die junge Lydierin, Tochter des Idmon von Kolophon, war in ganz Lydien wegen ihrer Kunstfertigkeit am Webstuhl bekannt. Sie rühmte sich, sie könnte sich in ihrer Kunst sogar mit Athene, der Göttin des Handwerks, messen. Athene besuchte das Mädchen in Gestalt einer alten Frau und warnte sie vor den Gefahren einer solchen Anmaßung. Als Arachne diesen Rat verschmähte, zeigte sich die Göttin in ihrer wahren Gestalt, und ein Wettstreit begann. Die Göttin wob verschiedene Legenden, in denen Menschen von den Göttern wegen ihrer Anmaßung bestraft worden waren. Arachne bildete als Gegenstück einige Skandale aus dem Olymp fehlerfrei nach. Athene hatte sich zunächst nur über die Prahlerei des Mädchens geärgert. Als sie aber merkte, daß Arachnes Geschick tatsächlich ihrem eigenen nicht nachstand, geriet sie in Wut, riß das Webstück des Mädchens in Stücke und begann, sie mit ihrem Weberschiffchen zu schlagen. Arachne konnte die Bestrafung nicht verwinden und erhängte sich. Zur Vollendung ihrer Rache verwandelte die Göttin ihre Rivalin in eine Spinne, aber die Begabung des Webens blieb ihr unvermindert erhalten. (Ovid, Metamorphosen 6,1-145)  


Installationsaufbau für alle 3 Arbeiten der Trilogie